Über WeberHaus
WeberHaus ist einer der größten und erfolgreichsten Hersteller von Ein- und Mehrfamilienhäusern in Fertigbauweise.

Leistungsbereiche in dieser Case Study
SEA
Tracking
Das Projekt bei WeberHaus zeigt: Auch unter schwierigen technischen Rahmenbedingungen lässt sich ein sauberer Weg finden, um die Datenqualität von Google Ads nachhaltig zu verbessern. Robert Frank, Senior Account Manager & Tracking-Experte bei der adtraffic GmbH
Erweiterte Conversions für Google Ads trotz technischer Hürden erfolgreich implementieren
Wie wir für unseren Kunden WeberHaus Erweiterte Conversions umgesetzt haben, obwohl weder die bevorzugte Server-Side-Variante noch der Standardweg über die Bestätigungsseite zur Verfügung standen.
Auf einen Blick
- Problem: Die Implementierung von Erweiterten Conversions über GA4 (Service-Side-Setup) war technisch nicht umsetzbar. Außerdem standen die nötigen Nutzerdatenauf der Conversion-Seite nicht mehr zur Verfügung.
- Lösung: E-Mail-Adresse direkt im Formular hashen, zwischenspeichern und erst auf der Conversion-Seite an das Conversion-Tag im Google Tag Manager übergeben.
- Ergebnis: Erweiterte Conversions laufen zuverlässig ein, ohne Anpassungen im bestehenden Server-Side Tracking (GA4) und ohne unverschlüsselte Datenübertragung.

Die Qualität von Conversion-Daten wird für Google Ads immer wichtiger. Browser-Einschränkungen, Adblocker und Datenschutzanforderungen erschweren Werbetreibenden gleichzeitig die Messbarkeit zunehmend. Erweiterte Conversions reichern bestehende Conversion-Daten mit gehashten First-Party-Daten wie E-Mail-Adressen an und verbessern so die Zuordnung von Conversions zu Google Ads Klicks.
Bei einem aktuellen Projekt für WeberHaus zeigte sich schnell, dass die Standardimplementierung nicht ohne Weiteres möglich war. Dieser Beitrag beschreibt, wie wir das Problem trotzdem gelöst haben – und wofür sich der Ansatz auch bei anderen Projekten eignet.
Ausgangssituation
Unser ursprünglicher Plan war die Einrichtung von Erweiterten Conversions über Google Analytics 4 in Verbindung mit dem bestehenden Server-Side-Tracking-Setup. Dieser Weg bietet aus unserer Sicht meist die größte Flexibilität und lässt sich sauber in bestehende Tracking-Architekturen integrieren.
Aufgrund technischer Rahmenbedingungen und begrenzter Unterstützungsmöglichkeiten seitens Google bei dieser spezifischen Konstellation war die Umsetzung jedoch nicht realisierbar. Wir mussten daher auf einen alternativen Weg ausweichen und die Erweiterten Conversions direkt über das Google Ads Conversion Tracking im Google Tag Manager implementieren.
Das eigentliche Problem
Der Wechsel auf das Google Ads Conversion Tracking war nur die erste Herausforderung. Die zweite Hürde ergab sich aus einem besonderen Prozess auf der WeberHaus-Website: Bei der Bestellung von Informationsmaterial beziehungsweise Magazinen werden die Nutzerdaten im Formular erfasst, stehen auf der eigentlichen Conversion-Seite jedoch nicht mehr zur Verfügung.
Für Erweiterte Conversions müssen die relevanten Nutzerdaten aber genau zum Zeitpunkt der Conversion an Google Ads übergeben werden. Der Standardansatz über die automatische Erkennung von Formularfeldern oder das Auslesen der Daten auf der Bestätigungsseite schied damit aus. Die benötigten Daten waren vorhanden – nur nicht mehr an der Stelle, an der Google Ads sie erwartete.
Unser Lösungsansatz
Um das Problem zu lösen, wird die E-Mail-Adresse bereits während des Formularprozesses verarbeitet:
- Auslesen der E-Mail-Adresse vor dem Absenden des Formulars
- Hashing der Daten nach den Vorgaben von Google
- Temporäre Speicherung im sessionStorage des Browsers
- Erneutes Auslesen der gehashten Daten auf der Conversion-Seite
- Übergabe an das Google Ads Conversion-Tag über den Google Tag Manager

Dadurch stehen die erforderlichen Informationen genau an der Stelle zur Verfügung, an der sie für Erweiterte Conversions benötigt werden – und die sensiblen Nutzerdaten müssen dabei nie unverschlüsselt über Seiten hinweg transportiert werden.
Warum wir uns für diesen Weg entschieden haben
Im Idealfall hätten wir die Erweiterten Conversions direkt innerhalb der serverseitigen Infrastruktur umgesetzt. Die technischen Rahmenbedingungen des Projekts ließen das jedoch nicht zu.
Anstatt komplett auf Erweiterte Conversions zu verzichten, haben wir uns für einen Ansatz entschieden, der:
- ohne zusätzliche Anpassungen am Server-Setup funktioniert,
- die Anforderungen von Google Ads erfüllt,
- die bestehende Website-Logik berücksichtigt,
- und mit überschaubarem Entwicklungsaufwand umgesetzt werden konnte.
Gerade bei gewachsenen Webprojekten helfen Standardanleitungen oft nur bedingt weiter. Entscheidend ist dann, individuelle technische Lösungen zu entwickeln, ohne die Datenqualität aus den Augen zu verlieren.

Das Ergebnis
Durch die Implementierung wurden die Conversion-Daten für Google Ads um zusätzliche First-Party-Signale angereichert. Das verbessert die Wahrscheinlichkeit, dass Conversions korrekt Werbeklicks zugeordnet werden – und automatisierte Gebotsstrategien profitieren von einer zuverlässigeren Datengrundlage.
Für WeberHaus ist so eine Lösung entstanden, die trotz technischer Einschränkungen die Vorteile von Erweiterten Conversions nutzbar macht und sich nahtlos in das bestehende Tracking-Konzept integriert.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Erweiterte Conversions bei Google Ads?
Erweiterte Conversions reichern bestehende Conversion-Messungen mit gehashten First-Party-Daten (z. B. E-Mail-Adresse) an. Google Ads kann dadurch Conversions genauer den auslösenden Klicks zuordnen, auch wenn Cookies oder Browser-Signale eingeschränkt sind.
Warum funktioniert die Standardimplementierung über GA4 nicht immer?
Die Erfassung der Daten für Erweiterte Conversions erfordert die Übergabe spezifischer, vordefinierter Parameter. Aufgrund des Server-Side-Trackings war dies in unserem Fall nicht in der benötigten Form gegeben. Der Google-Support konnte vor diesem Hintergrund ebenfalls nur eingeschränkt unterstützen. Dadurch war die naheliegende Alternative, die Erweiterten Conversions direkt mittels Google Ads Conversion-Tags einzurichten.
Ist die Zwischenspeicherung im sessionStorage sicher genug für Nutzerdaten?
Die E-Mail-Adresse wird vor der Speicherung gehasht, sodass keine unverschlüsselten personenbezogenen Daten im Browser abgelegt oder zwischen Seiten übertragen werden.
Für welche Websites eignet sich dieser Ansatz?
Für alle Seiten, bei denen Formulardaten auf der eigentlichen Conversion- oder Bestätigungsseite nicht mehr automatisch verfügbar sind – etwa bei mehrstufigen Bestell- oder Anfrageprozessen.
Fazit
Erweiterte Conversions lassen sich nicht immer nach Lehrbuch implementieren. Gerade bei individuellen Formularprozessen, komplexen Tracking-Setups oder Einschränkungen bestehender Systemlandschaften sind kreative Lösungen gefragt. Das Projekt bei WeberHaus zeigt: Auch unter schwierigen technischen Rahmenbedingungen lässt sich ein sauberer Weg finden, um die Datenqualität von Google Ads nachhaltig zu verbessern.





